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bergvolk für’s Seevolk

Joppen und mehr von bergvolk aus Fischbachau

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bergvolk GbR

Showroom: Seestraße 13

83727 Schliersee

Telefon: keine Angabe

Homepage: http://www.bergvolk.info

Email: kontakt@bergvolk.info

bergvolk

fürs Seevolk …

Ich möchte Ihnen hier eine ganz wunderbare Geschichte erzählen. Franziska Pichler und Sebastian Luttenbacher sind Cousine und Cousin. Früher wohnten die beiden mit ihren Eltern und Großeltern zusammen in einem Haus. Wenn es die Zeit erlaubte, nahm der Großvater seine Enkelkinder bei der Hand und besuchte gemeinsam mit ihnen seinen Bruder in der Schneiderei ihres Vaters, dem Urgroßvater von Franziska und Sebastian. Eine Kindheit, fast wie Ferien auf Bullerbü! Am schönen Schliersee, von Bergen und Wiesen umgeben. Ein Traum für Kinder!

Der Urgroßvater, Martin Luttenbacher, war als Schneidermeister in Fischbachau am Schliersee tätig und fertigte Trachten. Nach dem Tod von Martin Luttenbacher senior führte sein Sohn Martin junior, die Schneiderei noch bis zu seinem Tod im Jahr 1988 weiter. Er hatte keine Nachkommen und so wurde die Werkstatt aufgegeben.

Superwarm und extrem wintertauglich - die bergvolk-Jacke „Hausberg“

„Unsere Mode ist wie ein Heimatgefühl zum Anziehen …“

Franziska Pichler, bergvolk GbR, Fischbachau

Schlechte Zeiten für Schneider …

Es war die Zeit, als Bekleidung immer seltener von Hand geschneidert wurde, sondern von der Stange kam und in Fabriken im Akkord genäht wurde. Diese Bekleidung gab man, wenn etwas kaputt ging, auch nicht mehr zum Schneider um sie flicken oder reparieren zu lassen, sondern warf sie weg und kaufte etwas Neues. So war es billiger. Schlechte Zeiten für das Schneiderhandwerk. Viele gaben ihre Werkstatt auf und suchten sich andere Berufe. Als nach dem Tod von Martin Luttenbacher dessen Wohnung geräumt wurde, brachten es die Eltern von Franziska und Sebastian nicht über’s Herz, die Werkzeuge, Stoffreste und begonnene Arbeiten, die noch herumlagen, wegzuwerfen und so landeten sie in Kisten auf dem Dachboden und staubten langsam ein. Franziska und Sebastian kannten die alten Kisten natürlich, interessierten sich aber lange nicht dafür. Erst vor ungefähr fünf Jahren stieg Sebastian auf den Speicher, inspizierte die Kisten und wühlte sich durch die tollen alten Meisterstücke. Sie waren aus bestem Loden und feinster Wolle. Material, das in der Umgebung von glücklichen Tieren gewonnen wurde. Durch die Hände eines Schneidermeisters genäht, war diese Kleidung fast für die Ewigkeit gefertigt. Außerdem waren sie bestens geeignet, wenn im Herbst die Tage kalt und regnerisch sind oder im Winter raue, eisige Winde durch die engen Bergtäler pfeifen.

Dieser Kleidung machte das alles nichts aus. Sie hielt warm, wies den Regen ab, war robust und hatte ihren ganz eigenen Stil und Charme.

Eine solche Joppe muss es sein …

Sebastian war begeistert und wollte auch eine Jacke, wie der Urgroßvater sie einst geschneidert hatte. Nur der Schnitt sollte etwas modischer sein und moderne „Funktionen“ eingearbeitet werden. Die gefundenen Stücke waren ja schon mindestens 80 Jahre alt und die Mode hatte sich mit der Zeit verändert. Dies brachte ihn auf die Idee, sich aus dem vom Urgroßvater übrigen Material eine Jacke nach eigenen Vorstellungen schneidern zu lassen. Der studierte Agraringenieur suchte im Ort eine Schneiderin, zeigte ihr einige, von Hand gefertigte Skizzen und erklärte, worauf es ihm bei „seiner“ Jacke besonders ankam. Authentisch musste sie sein, ebenso gut verarbeitet und für die Ewigkeit gemacht, wie die Stücke des Urgroßvaters. Auch eine Kapuze sollte sie haben, wie ein Hoodie. Das gab es zu Zeiten des Urgroßvaters noch nicht, war aber sehr praktisch. Eine befreundete Schneiderin setzte sich an ihre Nähmaschine und fertigte nach Sebastians Vorgaben „seine“ Jacke im Stil der oberbayerischen Joppen, wie sie die Menschen in den Bergen schon seit Jahrhunderten tragen.

Sebastian wünschte sich auch eine Membran als Futter für seine Jacke, damit sie winddicht und gleichzeitig atmungsaktiv ist. Ein großer Vorteil, wenn man damit bei Kälte und Regen draußen ist. So bleibt man von außen schön trocken und schwitzt nicht darunter. Erkältungsgefahr gebannt!

Wildfremde sprachen mich an …

Als Sebastian „seine“ Joppe dann das erste Mal anprobierte, verliebte er sich sofort in dieses individuelle Meisterstück. „Er trug sie eigentlich den ganzen Winter lang fast täglich“ erinnert sich seine Cousine Franziska, so stolz war er. Wann immer Sebastian von diesem Tag an in seiner neuen Joppe unterwegs war, sprachen ihn die Leute auf diese an. „Mich haben wildfremde Menschen auf der Straße nach meiner Jacke gefragt. Das war auch erst einmal neu für mich“ sagt Sebastian. Als Franziska und Sebastian eines Abends beieinander saßen, erzählte Sebastian wieder davon, dass ihn jemand auf seine Jacke angesprochen hatte. Beide stockten im Gespräch und sahen sich an …

Erfolg braucht Heimat …

Es war der Moment, als die Idee „bergvolk“ geboren wurde. Wenn Sebastian so viele Menschen auf seine Jacke ansprechen, warum dann diese nicht in einer größeren Stückzahl fertigen und verkaufen? Sofort machten sich die Beiden daran, ihren Plan zu konkretisieren und sich die Details zu überlegen. Gründerstimmung! Die Zeit war und ist gut, denn in unserer schnelllebigen Welt gibt es immer mehr Menschen, die sich auf die wirklich wichtigen Werte rückbesinnen. Die nicht irgendein billigst in Fernost gefertigtes Bekleidungsstück ohne Seele tragen möchten sondern etwas Wertiges, etwas Haltbares, von bester Qualität. Außerdem machen sich auch bei Bekleidung immer mehr Menschen Gedanken über die Nachhaltigkeit der Herstellung. Vielen ist es nicht mehr egal, ob dafür Ressourcen verschwendet oder Arbeiter ausgebeutet werden. Dafür sind sie dann auch gerne bereit, etwas mehr Geld für ein solches Kleidungsstück auszugeben. Wenn etwas kaputt geht, kann man das dann ja auch reparieren und es lohnt sich. Die Köpfe der beiden ratterten und liefen heiß! Wer liefert die Rohstoffe? Wer hat genug Kapazität um die Jacken zu schneidern? Wer fertigt die Modelle, die als Vorlage dienen? Wo die Etiketten beziehen? Es waren tausend Fragen, die sich plötzlich auftaten, erinnert sich Franziska. Am Anfang zweifelten wir fast daran, ob wir all diese Aufgaben überhaupt bewältigen können. Schließlich hat jeder von uns einen festen Beruf und wir wollten auf keinen Fall ins kalte Wasser springen und diesen aufgeben. So trafen sie sich nach Feierabend und am Wochenende um an ihrer Idee zu feilen. Stück für Stück setzte sich das Puzzle zusammen.

Jeden Tag kamen wir dem Traum der eigenen Kollektion etwas näher. Unsere Freundin war uns da eine große Hilfe. Sie nähte für uns die ersten Muster und beriet uns in allen Fragen, die die Verarbeitung betrafen. „Franziska ist Lehrerin und ich bin Agraringenieur, wir hatten keine große Ahnung, auf was man alles achten muss“ sagt Sebastian. „Aber das kann man lernen, und wenn man eine so tolle Hilfe hat wie wir, funktioniert das super!“ Nach einigen weiteren Gesprächen und Telefonaten war auch eine größere, regional ansässige Schneiderei gefunden, die die Jacken nach den Vorgaben fertigen konnte.

Das Lebensgefühl der Bergbewohner …

Mittlerweile war es nicht bei einer Jacke geblieben. Die Kollektion wurde erweitert. Ein zweites Jackenmodell kam hinzu und bald auch die wunderschönen bergvolk-T-Shirts, für deren Gestaltung Franziska und Sebastian regionale Künstler gewinnen konnten. Das erste T-Shirtmotiv für das Modell „Bergheimat“ gestaltete Beatice Straubhaar-Peretti einzig mit der Vorgabe das Lebensgefühl der Bergbewohner ausdrücken. Sie fertigte einen Scherenschnitt mit Bergmotiven, der dann als Print auf die Shirts übertragen wurde – eine wunderbare Idee! Die ab 2014 im Online-Shop erhältlichen Hose Modell „Heimgarten“ ist ebenfalls ein echter Hingucker. In bester Qualität verarbeitet und aus Top-Materialien versteht sich. Denn „bergvolk“ ist nicht einfach eine Marke, die Trachten verkauft. bergvolk ist ein Lebensgefühl, das die starke Verbundenheit der beiden Gründer mit ihrer Leitzachtaler Heimat ausdrückt.

bergvolk ist aber auch Nachhaltigkeit, kein „Wegwerfprodukt“ sondern Qualität, die auch Reparaturen lohnt, falls irgendwann einmal etwas kaputt gehen sollte. Nachhaltig aber auch, weil nur regionale Materialien mit kurzen Wegen verwendet werden. Alles für die bergvolk-Produkte entsteht in dem kleinen Radius. Dieser Radius steht für Verbundenheit, für Liebe zur Region, für Heimat. Sicherlich, solche Produkte haben ihren Preis. Aber es ist der Preis der Verantwortung. Dieser Preis schafft Arbeit hier und nicht irgendwo. Es ist auch der Preis für verantwortungsvollen Umgang mit Lieferanten, Ressourcen, der Natur und vor allem mit den Tieren, die die Rohstoffe für die Materialien liefern. Bei „bergvolk“ geht es um Überzeugung, nicht um Gewinnmaximierung, um Fairness, nicht Ausbeutung, um Verbundenheit und die eigenen Wurzeln. Für mich gehören Franziska Pichler und Sebastian Luttenbacher zu einer neuen Avantgarde der Nachhaltigkeit und des verantwortungsvollen Handelns. Dies ist die Einstellung, das Denken und das Vorgehen, das unsere Welt besser machen kann, damit wir auch unserer Nachwelt noch einen Teil ihrer Schönheit und nicht nur die Scherben der rücksichtslosen Ausbeutung hinterlassen. Wir werden sicherlich noch viel von bergvolk hören.

Auch hier auf fuenfseenland.de.

Denn bergvolk ist auch perfekt fürs Seevolk …

bergvolk aus Fischbachau am Schliersee
Die robuste Verarbeitung der bergvolk-Produkte läßt sie auch bei härteren Einsätzen gut aussehen ... Früher war eine gute Verarbeitung die Regel

Die robuste Verarbeitung der bergvolk-Produkte läßt sie auch bei härteren Einsätzen gut aussehen ... Früher war eine gute Verarbeitung die Regel

Nicht nur für Männer: die Joppen von bergvolk stehen auch den Mädels wirklich sehr gut. Endlich ein Lieblingsstück, das nicht so schnell kaputt gehen wird ...

Nicht nur für Männer: die Joppen von bergvolk stehen auch den Mädels wirklich sehr gut. Endlich ein Lieblingsstück, das nicht so schnell kaputt gehen wird ...

Zufriedene bergvolk-Mitarbeiterinnen an ihrem hochgelegenen Arbeitsplatz. Ganz gemütlich fressen und das Fell wachsen lassen. So wird es richtig gute Wolle

Zufriedene bergvolk-Mitarbeiterinnen an ihrem hochgelegenen Arbeitsplatz. Ganz gemütlich fressen und das Fell wachsen lassen. So wird es richtig gute Wolle

bergvolk

Weitere Informationen

GPS-Koordinaten

47°43’57.1″ Nord

11°52’01.1″ Ost

Kontakt:

bergvolk GbR

Franziska Pichler & Sebastian Luttenbacher

Showroom: Seestraße 13

83727 Schliersee


Tel.: keine Angabe

Fax: keine Angabe

Email: kontakt@bergvolk.info

Bemerkung:

Die Wolle für bergvolk-Produkte ist von glücklichen Schafen aus den Schlierseer Bergen. Die T-Shirts sind GOTS zertifiziert bedruckt.

Öffnungszeiten:

Keine: alle bergvolk-Produkte gibt es im Online-Shop unter http://www.bergvolk.info

Showroom: Seestraße 13, 83727 Schliersee

Stand: 11/2013

Links

bergvolk Webseite:
http://www.bergvolk.info

Moritz Attenberger Fotografie:
http://www.moritzattenberger.com

Agraringenieur und bergvolk-Gründer Sebastian Luttenbacher beim Mähen mit der Sense. Natürlich trägt er dabei die neuen bergvolk-T-Shirts „Bergheimat“

Agraringenieur und bergvolk-Gründer Sebastian Luttenbacher beim Mähen mit der Sense. Natürlich trägt er dabei die neuen bergvolk-T-Shirts „Bergheimat“

Der befreundete Fotograf Moritz Attenberger lichtet die Kollektion ab, der bergvolk-Chef selbst und viele andere Freunde standen Modell. Kulisse: Heimat

Der befreundete Fotograf Moritz Attenberger lichtet die Kollektion ab, der bergvolk-Chef selbst und viele andere Freunde standen Modell. Kulisse: Heimat