Wörthsee

Die Legende der Mausinsel

Der Volksmund nennt die kleine Insel auch "Mausinsel". Einer alten Sage nach heißt sie so weil vor vielen hundert Jahren auf dem Schloss bei Seefeld ein Graf wohnte, der zwar ein unermessliches Vermögen sein eigen nannte aber sehr hartherzig war. In keiner anderen Gegend waren die Bauern so arm wie hier. Der Graf quetschte noch das Letzte aus ihnen heraus. Als eines Tages eine Teuerung über das Land kam, brach eine große Hungersnot unter der Landbevölkerung aus. Den Grafen ließ es kalt, dass "sein Volk" auf den Strassen verhungern musste. Im Gegenteil, er machte sich lustig über die, denen es schlecht ging und die nichts zu essen hatten und richtete ein verschwenderisches Fest aus. An dem Abend an dem das Fest stattfand, fanden sich viele der Armen vor dem Schloss des Grafen ein um ihn um Hilfe zu bitten. Der jähzornige Graf geriet darüber in Wut und befahl seinen Wachen, die Bettelnden hereinzulassen und dann die Tore zu schließen. Danach sollten die Wachen die Armen in eine Scheune treiben und als dies geschehen war gab der Graf den Befehl "Zündet die Scheune an!" Die Wachen trauten ihren Ohren nicht aber sie mussten dem Befehl des Grafen gehorchen und so taten sie wie befohlen. Die Scheune wurde in Brand gesteckt und die Armen verbrannten bei lebendigem Leib. Sie flehten um Gnade und dass der Graf sie vor dem Feuertod retten möge aber dieser lachte nur höhnisch und antwortete ihnen "Ihr wolltet doch, dass ich euch von eurem Hunger befreie!". Nach einiger Zeit wurde das Wehklagen immer leiser und der Graf sagte zu seinen Wachen "Hört ihr die Mäuse und Ratten wimmern? Dies Ungeziefer wird bald ausgerottet sein". Er ritt zurück auf sein Schloss aber schon bald wurde dieses von einer schrecklichen Rattenplage heimgesucht, die nicht in den Griff zu bekommen war. Da die Ratten und Mäuse dem Grafen sogar sein Essen vom Teller stahlen flüchtete dieser auf die kleine Insel im Wörthsee.

Hier, so dachte er sei er sicher vor dem Ungeziefer. Doch der Graf täuschte sich denn die Ratten und Mäuse folgten ihm mit auf die Insel. Er konnte nichts gegen die Tiere tun und so kam es wie es kommen musste und die Ratten fraßen den Graf bei lebendigem Leibe auf. Danach verschwanden sie wieder von der Insel und aus dem Schloss bei Seefeld. Seit dieser Zeit heisst die Insel im Wörthsee auch "Mausinsel".

Hinter vielen Bämen versteckt sich das Wörthschlössl auf der Mausinsel im Wörthsee. Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen.

Darauf befindet sich das 1446 erbaute Wörthschlössl, das ursprünglich ein befestigter Herrensitz war und später den Grafen von Toerring als Sommerresidenz diente. Das Schloss ist heute in Privatbesitz und kann leider nicht besichtigt werden. Ebenso wie das Schloss sind auch größe Teile des Wörthseeufers nicht öffentlich zugänglich. Gut dreiviertel des um die 10 km langen Ufers werden ausschliesslich privat genutzt. Ein kleiner Teil ist aus ökologischen Grunden für die Allgemeinheit gesperrt. Trotzdem erschließen einige Gemeindebadeplätze und ausgewiesene Erholungsgebiete den See dem Naherholungsverkehr.

 

Wörthsee - Die Daten

Seelänge: 3,7 km

Seebreite: 1,2 km

Höhe über Meeresspiegel: 560 Meter

Umfang: ca. 10 km

Fläche: 4,34 Quadratkilometer

Volumen: 63,627 Mio. Kubikmeter

Tiefste Stelle: 34 m

Ø Tiefe: 14 m

Ø Wassererneuerungszeit: ca. 8 Jahre

Uferorte: Walchstadt, Bachern, Schlagenhofen, Steinebach

Links zum Pilsensee

Gemeinde Wörthsee

http://www.woerthsee.de

Fischereiverein Pilsensee - Wörthsee

http://www.fvpw.de