Archive for April, 2010

Der Brandner Kaspar schaut in Himme’ nei

April 28, 2010 | Kommentare deaktiviert | Allgemein

Die Geschichte vom Brandner Kaspar aus der Kurzgeschichte von Franz von Kobells kennt wohl (fast) jeder. Auch die wohl bekannteste Theater- und Fernsehfassung mit dem Titel “Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben” mit Fritz Strasser und Toni Berger dürfte den meisten bekannt sein. Nun aber gibt es eine neue, ganz besonders lustige “Übersetzung” dieser Geschichte von Aloisius Bernhard Landgraf – kurz A. B. Landgraf – vom Bayerischen Volkskunsttheater in München. Diese äusserst witzige Umsetzung der Jenseits-Persiflage um Leben und Tod wird am Sonntag, den 2. Mai um 18:00 Uhr (Einlass ab 16:00 Uhr) im Gasthof zur Post in Raisting aufgeführt. Für die musikalische und gesangliche Umsetzung des Themas zeigt sich kein geringerer verantwortlich als Otto Göttler, der ehemalige Leiter des Bayerisch Diatonischen Jodelwahnsinns, jetzt Unverschämte Wirtshausmusik, der in seiner typischen Art aus diesem Theaterstück schon fast ein Himmels-Musical macht. Regisseur Landgraf selbst sagt, er habe sich bei der Umsetzung dieses Stückes natürlich an die Vorlage gehalten, aber nachgeholfen habe er schon, was die Bissigkeit und den Witz angeht und so habe er aus dem Brandner Kaspar eine skurrile Überlebensgeschichte gemacht, bei der der Boandlkramer seine “Patienten” auf einer alten “Laufmaschine” aus dem Jahr 1810 ins Jenseits bringen muss, weil sein Leibarzt ihm sagt: “Wennst so weiter machst und di net mehr bewegst – na stirbst”. Also auf geht’s nach Raisting in den Gasthof zur Post – anschaun, mitlachen und boarisch in sich hineingrinsen …

“Der Brandner Kaspar schaut in Himme’ nei”
Gasthof zur Post in Raisting, Sonntag, 02. Mai 2010
Einlass ab 16:00 Uhr, Beginn 18:00 Uhr

Karten gibt es im Gasthaus zur Post in Raisting, telefonisch unter 08807-92240 oder im Internet unter http://www.echtboarisch.de

Elisabeth Museum mit neuem Ausstellungskonzept

April 27, 2010 | Kommentare deaktiviert | Allgemein

Dass der historische Bahnhof von Possenhofen das Kaiserin Elisabeth Museum beheimatet, darüber haben wir hier auf fuenfseenland.de schon in einer ausführlichen, eigenen Geschichte berichtet. Nun aber gibt es sozusagen das Elisabeth Museum 2.0. Ab 1. Mai 2010 öffnet das liebevoll gestaltete Museum wieder seine Pforten und es hat sich viel getan. Kaiserin Sisi wäre stolz auf die Vorsitzende des Museumsvereins, Rosemarie Mann-Stein, und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gewesen. War ihr doch schon immer Possenhofen der liebste Platz auf Erden, verbunden mit Erinnerungen an eine unbeschwerte und zwanglose Zeit. Nun gibt es hier im ehemaligen königlichen Warteraum auch noch ein Museum zu Ehren der Kaiserin. Viel Zeit und Herzblut wurde in das neue Museumskonzept gesteckt. Die Ausstellungsfläche wurde vergrössert, ein Videobereich eingerichtet und einige neue Exponate wurden vom Verein für die Sammlung ersteigert und bereichern nun die schon vorhandenen Antiquitäten, Raritäten und Kuriositäten aus der Zeit von Elisabeth, der Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Auch die Kommune hat ihren Beitrag zum Elisabeth Museum geleistet und sich mit einem hohen finanziellen Beitrag an den Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen des liebevoll gestalteten Museums beteiligt. So steht einer erfolgreichen Zukunft des Kaiserin Elisabeth Museums im historischen Bahnhof von Possenhofen nichts mehr im Wege.

Info: Kaiserin Elisabeth Museum Possenhofen
http://www.kaiserin-elisabeth-museum-ev.de

Öffnugnszeiten: von 01. Mai bis 17. Oktober,
Freitag, Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr

Seeshaupter Filmemacher Steffen erhält Tassilo-Preis

April 26, 2010 | Kommentare deaktiviert | Allgemein

Der Filmemacher Walter Steffen“Heimat ist kein Ort sondern ein Gefühl”, so sang einst Herbert Grönemeyer und legte damit fest, dass es sich bei dem Begriff Heimat nicht um einen exakt definierbaren, geografischen Ort handelt sondern um ein Gefühl, das sich im Herzen eines Menschen einstellt, wenn er sich mit einem bestimmten Ort verbunden und an diesem Ort geborgen fühlt. Der Seeshaupter Filmemacher Walter Steffen (55) transportiert dieses Heimatgefühl in seinen Filmen, die meist von Menschen rund um den Starnberger See erzählen, und wurde dafür mit dem Tassilo-Preis 2010 der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet. Dieser Kulturpreis wird alle zwei Jahre in Form von 10 Anerkennungspreisen, 3 Hauptpreisen und einem Preis für Zivilcourage vergeben. Die Preisträger werden von den Lesern der Regionalausgaben der Süddeutschen Zeitung im Münchner Umland und von einer Jury ausgewählt. Steffen erhält einen der drei Hauptpreise für seine “Liebeserklärungen an den Starnberger See”. Hierzu zählen unter anderem seine 2007 mit dem Film “Bulldogs – Traktorgeschichten vom Starnberger See” begonnenen Dokumentarreihe “Geschichten vom Starnberger See” an deren Erfolg er im Jahr 2009 mit seinem wunderbaren Film “Netz & Würm” über das Leben der Fischerfamilien am Starnberger See anknüpfen konnte. Auch vor den dunklen Themen der Geschichte schreckt Steffen nicht zurück und so wird am 30. April 2010 zum 65. Jahrestag der Befreiung hunderter Gefangener aus einem Eisenbahnwagon in Seeshaupt sein Film “Endstation Seeshaupt” uraufgeführt. In diesem Film, der seine internationale Premiere vorraussichtlich auf dem Filmfest München 2010 feiern wird, blickt Steffen mit seiner Kamera auf die brutale Deportation tausender KZ-Häftlinge in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Auch dies ein Kapitel, das seine und unsere Heimat betrifft und das er vor dem Vergessen bewahren möchte. Mit seiner ruhigen und gelassenen Art lässt der Filmemacher seine Protagonisten die Kameras und Mikrofone vergessen, lässt sie erzählen, gibt ihnen Zeit, bis sie ganz bei sich selbst angekommen sind und die “wahren”, erlebten Geschichten in Worte fassen. Kein Schicki-Micki-Kram, keine Glitzerwelt sondern Geschichten von ganz “normalen” Menschen rund um den Starnberger See.
Bei der Preisverleihung zeigte Walter Steffen sich überrascht, dass gerade er diesen Preis der Süddeutschen Zeitung erhalte. Hier muss ich kurz ein wenig persönlich werden: “Lieber Walter, wir alle lieben deine Filme, freuen uns auf jeden Neuen und wünschen uns noch viele Dokumentationen und “Geschichten vom Starnberger See. Ohne dich wäre unsere Welt ein wenig ärmer. Du hast dir diesen Preis für deine Filme wirklich redlich verdient! Herzlichen Glückwunsch!”
Dein christian von fuenfseenland.de

Info: Walter Steffen, Konzept & Dialog, http://www.konzept-und-dialog.de